Es kommt oft genug vor, dass man auf seinem Computer mit sensiblen Daten arbeitet. Seien es private Daten wie Passwörter und Kontoauszüge, oder berufliche Informationen wie Personaldaten oder die neusten Produktpläne und Prototypen. Fakt ist, gerät der eigene Computer in fremde Hände sind quasi keine Daten mehr sicher – einzig ausgenommen sind verschlüsselte Daten.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie in wenigen Schritten mit Mac OS X Boardmitteln verschlüsselte Disk-Images anlegen, die Sie für die sichere Ablage Ihrer sensiblen Daten nutzen können.
Öffnen des Festplatten-Dienstprogramms
Über den Finder finden Sie im Ordner Programme/Dienstprogramme/ die Anwendung Festplatten-Dienstprogramm. Diese öffnen Sie mit einem Doppelklick (1).
Erstellen einer neuen Image-Datei
Ein neues Image lässt sich per Klick auf die Schaltfläche Neues Image (2) erstellen. Alternativ kann auch der Weg über das Menü Ablage / Neu / Leeres Image… gegangen werden.
Festlegen der Optionen
Nach Eingabe eines Speichernamens (3) und Auswahl des gewünschten Speicherorts muss dem Image ein Name zugewiesen werden (4). Dieser kann durchaus vom Speichernamen abweichen, um eine spätere Zuordnung aber zu erleichtern, sollte ein ähnlicher/gleicher Name gewählt werden.
Im nächsten Feld wird die Größe des Images angegeben (5). Da ein sogenannten Mitwachsendes Image erstellt werden soll, dass letztlich immer nur so groß ist, wie die beinhaltenden Daten es erfordern, ist die hier einzugebene Größe als Obergrenze zu sehen. Wir können also eher großzügig bei der Auswahl sein. Nur, falls die Image-Datei auf einem externen Medium gespeichert werden soll, wie z.B. einen USB-Stick, sollte die Größe entsprechend niedriger gewählt werden.
Als Verschlüsselung (6) kann sowohl eine 128-Bit-AES- als auch eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung ausgewählt werden, wobei letztere noch mehr Sicherheit gewährleistet und von daher bevorzugt werden sollte.
Wie bereits erwähnt, sollte unter Image-Format ein Mitwachsendes Image gewählt werden (7), um nicht unnötig viel Speicherplatz auf der Festplatte zu belegen.
Ein Klick auf Erstellen (8) legt das Image an und fordert im nächsten Dialog zur Eingabe des zu verwendenden Passwortes auf.
Festlegen eines sicheren Kennworts
Nun sollte ein besonders sicheres Kennwort eingegeben werden. Der Statusbalken signalisiert die vom Computer eingeschätzte Sicherheit des gewählten Kennworts. Sollte man sich schwertun bei der Auswahl, so kann man per Klick auf das Schlüsselsymbol den Kennwortassistenten von Mac OS X starten, der entsprechende Vorschläge für Kennwörter erzeugen kann.
Die Option, das Kennwort im Schlüsselbund zu speichern, ist nur dann sinnvoll, wenn das Kennwort des eigenen Benutzeraccounts hinreichend sicher ist. Im Zweifel sollte man diese Option lieber nicht aktivieren.
Öffnen des verschlüsselten Disk-Images
Das nun erzeugte Disk-Image lässt sich an beliebiger Stelle auf dem Computer oder auf einem externen Medium ablegen und per Doppelklick öffnen. Nach dem Öffnen der Datei kommt sofort die Aufforderung zur Eingabe des Kennworts. Auch hier gilt wieder, dass man im Zweifel das nun einzugegebene Kennwort nicht im Schlüsselbund sichern sollte.
Speichern und Öffnen von Daten
Das nun geöffnete Disk Image verhält sich wie ein angeschlossener USB-Stick oder eine Festplatte. So erscheint es auch in der Seitenleiste des Finders oder als Symbol auf dem Schreibtisch. Über den Finder können nun Dokumente und Dateien in dem Image abgelegt werden und von dort natürlich auch wieder geöffnet werden – ganz so wie mit jeder anderen Datei auch.
Auswerfen des Disk-Images
Wie eben auch einen USB-Stick oder eine externe Festplatte muss auch das verschlüsselte Disk-Image ausgeworfen werden. Dies sollte immer dann passieren, wenn man keinen akuten Zugriff auf die verschlüsselten Daten benötigt. Auswerfen kann man das Disk-Image, indem man das Eject-Icon in der Finder-Seitenleiste verwendet, das Symbol vom Schreibtisch in den Papierkorb zieht oder aber über einen Rechtsklick auf das Image die Option Auswerfen auswählt.
